Denkpause

'n Tach auch. Schön, dass Sie hier vorbeischauen. An dieser Stelle im Netz fand in den letzten Jahren mein Weblog statt, mal mit Begeisterung, mal eher aus Gewohnheit, gelegentlich auch, ich gebe es zu, mit einem gewissen Überdruss. Und immer wieder, auch in den Phasen der Begeisterung und schon gleich 20 Jahre nach dem ersten Blogeintrag (damals noch unter anderem Domainnamen), stand die eine Frage unbeantwortet in den Kulissen:

Ist das Führen eines privaten Weblogs nicht ein wenig aus der Zeit gefallen?

Das Netz, und auch das Leben im Netz, hat sich verändert seit dem Jahr 2000. Weblogs haben sich, nicht immer zu ihrem Vorteil, professionalisiert; Social-Media-Plattformen sind gekommen (und manche auch wieder gegangen) und haben den politischen und gesellschaftlichen Diskurs - nein, sie haben ihn, alles in allem, eben nicht verbessert, wie wir es in den frühen Jahren gehofft und erwartet hatten.

Auf das Publizieren im Netz, auf die Teilhabe am Diskurs kann und will ich nicht verzichten - so sehr mir Inhalte und Umgangston gelegentlich auf die Nerven gehen. Ich denke seit Wochen darüber nach, welche Art der Teilhabe sinnvoll ist - möglicherweise sinnvoller als das Führen eines Weblogs, durch dessen Ecken die Staubmäuse rollen. Zu einem Ergebnis bin ich bis jetzt noch nicht gekommen.

Vorerst bleiben diese Seiten im Netz. Die Einträge der letzten knappen drei Jahre finden Sie hier, die Kommentarfunktion bleibt abgeschaltet. Meine Äußerungen für die kurze Aufmerksamkeitsspanne (ja, auch meine!) finden Sie bei Twitter, der für solche Dinge geeigneten Plattform. Und dann sehen wir weiter.