Das Googlebuch

The times, they are a-changing. Vor zweieinhalb Jahren brachte HTC das erste kommerziell verfügbare Henndie mit dem Google-Betriebssystem Android heraus, und ich ärgerte mich doch glatt ein bisschen, dass ich mir zwei Tage vorher ein iPhone geleistet hatte. Das G1, vertrieben von T-Mobile, war zwar ein Witz mit ausschiebbarer Tastatur, aber das Potential von Android ließ mich leise sabbern. Und seit bald zwei Jahren benutze ich nur und ausschließlich Android-Funkquatschen.

Irgendwann in dieser Zeit sprach man bei Googles auch über die Pläne, ein eigenes Netbook-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Und meine Ohren stellten sich auf, mal wieder: ein Linux, das als Benutzeroberfläche den Google-Browser Chrome nutzte und die Arbeit des Nutzers weitgehend oder komplett ins Netz verschiebt? Revolutionär, zumindest.

Und jetzt, endlich, im Mai 2011, werden die ersten tatsächlich kaufbaren Chromebooks vorgestellt, ab 15. Juni soll man sie auch in Deutschland bestellen können, und ich … fühle ein kräftiges „Meh“ in mir aufsteigen.

Wie ist mir?

Ist es, dass ich schon seit zwei Jahren ein Ubuntu-betriebenes Netbook mit mir herumschleppe, ist es, dass dieses Ubuntu sich in Sachen Usability Schritt für Schritt meinen Ansprüchen angenähert und sie schließlich erfüllt hat, ist es, dass ich mit einem Dell mit Ubuntu drauf sowie einem großen und einem kleinen Androiden genug Netbook für eine Person dabei habe und einfach nicht noch eine Möglichkeit brauche, meine Arbeit im Netz zu verrichten?

Oder werde ich doch einfach nur alt?