danah boyd, phd (demnächst)

Unsereiner macht sich noch Gedanken, ob man jenseits des Stadiums eines „15yo girls“ überhaupt noch in Facebook sichtbar sein sollte (doch, man sollte, in a way), und wie man sich gegen das Übel schützt, das von dannen kommen wird. Anderswo, wie die Lokalzeitung berichtet, ist man schon weiter und macht Facebook zum Forschungsgegenstand (Update: Die NYT berichtet auch). Auch wenn man sich über die zuständige Fakultät noch nicht so klar ist.

The race is on — to an extremely obscure wing of the ivory tower. Who will own the study of the social networking sites? Is it computer science or behavioral science? Is it neuropsychology or artificial intelligence? PhDs around the country are trying to figure out, in their esoteric and socially awkward way, how to get in while the getting’s good.

Die von der Post als „riot grrrl/boho, with arm warmers and funky glasses“ beschriebene Vordenkerin ist danah boyd, Doktorandin in Berkeley. Die Kleinschreibung ist Programm, und als ehemaliger Student der Kommunikationswissenschaft kommt mir der Vorgang doch sehr bekannt vor: „Es ist schon viel erforscht worden. Wir wissen noch viel zu wenig. Es muss noch viel geforscht werden.“ Oder auch:

It’s the myopia of academia in any discipline, but especially so in a nascent one where a body of work (a canon!) is still TBD, where plum jobs and tenure tracks can be determined by early elbow rubbing.

Schön formuliert. Und ein Fall für das nächstliegende Institut für Wissenschaftsgeschichte.