Caught in the Matrix

Thinking outside the box hin oder her – manchmal braucht der Mensch ein wenig Struktur, und sei es, um sich darüber klar zu werden, welche Knöppskes er auf seinem Superduperfon für welche Kommunikationszwecke nützen sollte.

Here we go (und mal sehen, ob ich HTML-Tabellen noch kann):

1 : 1 1 : viele viele : 1
Sprache Telefon
Text kurz IM, SMS Twitter, Buzz, Facebook Twitter, Buzz, Facebook
Text lang Mail, Brief, Fax Blog Feedreader, Buzz

Ach, so einfach ist das, im Jahr 2010. Dann schauen wir doch gleich mal in den Rückspiegel, wie Autor dieses Blogs das im Jahr 2000 gehandhabt hat.

1 : 1 1 : viele viele : 1
Sprache Telefon Radio, Fernsehen
Text kurz IM, SMS (Kleinanzeige) Demoskopie
Text lang Mail, Brief, Fax Website/Blog, Online-Beitrag Blogroll

Aha. Schon übersichtlicher. Das Feld „Radio, Fernsehen“ wird sich nicht bei so vielen Lesern dieses Eintrags in gleicher Form wiederfinden; das hat einfach was mit meiner beruflichen Tätigkeit als Radio- und Fernsehmensch zu tun.

Und weil’s grad so schön ist: Wie sah die Sache 1990 aus?

1 : 1 1 : viele viele : 1
Sprache Telefon Radio
Text kurz Postkarte, Telegramm (Kleinanzeige) Demoskopie
Text lang Brief, Fax Zeitungsbeitrag

Staun. Nicht so sehr darüber, mit was für archaischen Methoden wir vor 20 Jahren kommuniziert haben, ohne dass wir das Gefühl gehabt hätten, uns fehlte da was, sondern eher darüber, dass durch die technische Entwicklung der letzten 20 Jahre sich (für mich) weniger die outgoing channels vervielfältigt haben als die incoming channels. Das mag damit zusammen hängen, dass ich als bekennender Journalist schon lange Zugang zu Verteilungskanälen habe, dass dieser Zugang aber so eingeschränkt war, dass eine Kommunikation „viele : 1“ einfach nicht zustande kam – wenn wir die morgendliche Zeitungslektüre mal außen vor lassen.