Note to self: Smiley!

Wenn schon Januar mit dem dazugehörigen Januarwetter ist, wenn Resturlaub abzubummeln ist und seelisch ganz allgemein eine mittelbescheidene Stimmung herrscht, wenn man wg. Schmerzmittelkonsums nach einer OP den Arsch nicht hochkriegt ständig im Dschumm ist, obwohl durchaus Dinge zu tun wären… …wenn sich das Leben also über Wochen hinweg ganz konsequent von der schattigen Seite … Weiterlesen

Mein (un-)soziales Netz

Gebe zu, dass ich, naturalisierter Netzbürger seit, nuja, dem Jahr 2000, mit der Terminologie, die im Jahr 2012 im Netz herrscht, noch immer nicht klar komme. Beispiel: „Freunde“. Bekomme ich doch gestern eine Mail von der Fa. Facebook mit dem Inhalt, sechs Freunde von mir hätten in der kommenden Woche Geburtstag. Meine spontane Reaktion, wie … Weiterlesen

Dem ein‘ sin Uhl…

Es gab eine Zeit, da war ein gewisser Hans-Peter Uhl unter anderem dafür zuständig, dass ich zusammen mit einskommadings Millionen anderer Münchner einen ordnungsgemäßen Personalausweis hatte. Ich war damals in München gemeldet, und Uhl war Kreisverwaltungsreferent der Stadt. Das waren gute Zeiten. Ich glaubte noch an das Gute im Menschen (und hatte einen von Uhl … Weiterlesen

Bahn, mal wieder!

Da will ich also mit Dir nach Berlin fahren. Ich gehe in eines Deiner berüchtigten berühmten Reisecenter und verlange einen Fahrschein plus Reservierung für einen Zug, der in anderthalb Stunden geht. Es gibt sicher einen tieferen Grund dafür, dass der diensthabende Vogel am Schalter zu den anderthalb Stunden noch 96 dazupackt und mir ein Ticket … Weiterlesen

Vielleicht ’ne Marke

Gerade eben „Im Netz der Islamfeinde“ gelesen, ein mehr oder weniger gelungenes Beispiel für investigativen Journalismus, vollführt von der hiesigen Zeitung. Die Geschichte befasst sich mit dem Blog „Politically Incorrect“ (linkt euch doch selbst!™) (dass man sich mit sowas die Bezeichnung „Blog teilen muss!) und stellt – das ist der gelungene Teil – anhand von „der Redaktion vorliegenden Dokumenten“ die Verflechtung von PI mit Rechtsrandgruppen wie der Partei FREIHEIT (Heimat eines Ex-Piraten – oder ist A. König da schon wieder weg?) oder der PRO Bewegung dar (pauschales „linkt euch doch selbst™“ – wer sich angesprochen fühlt, ist gemeint).

Dokumente, die dieser Zeitung zugespielt wurden, belegen, dass PI weit mehr ist als eine harmlose Internetseite. Es handelt sich vielmehr um eine Organisation, die zum Teil hochkonspirativ an der Verteufelung einer ganzen Glaubensgemeinschaft arbeitet. Die in einem internationalen Netzwerk von Islamhassern eine entscheidende Rolle spielt und diese noch auszuweiten gedenkt. Die Gewaltverherrlichern und Rassisten, deren Weltbild dem des norwegischen Massenmörders Anders Breivik ähnelt, ein Forum bietet.

Danke. Gut, dass das mal für jeden leicht verständlich zusammengefasst wurde.

Nicht ganz so gut – aber das ist bei investigativem Journalismus auf begrenztem Budget wahrscheinlich so, und wir sollten froh sein, dass es das überhaupt noch gibt – ist die Art und Weise, wie Verbindungen dargestellt werden, obwohl sie sich nicht oder nur teilweise belegen, aber auch nicht ganz widerlegen lassen. Nicht ganz so gut ist auch, Publizisten wie Ralph Giordano oder Henryk M. Broder, die beide durchaus ihre Verdienste hatten, als „hierzulande sattsam bekannte ‚Islamkritiker'“ abzuqualifizieren. „Islamkritiker“ hätte genügt, um die jüngeren Arbeiten von beiden zu charakterisieren. Aber egal. Jedenfalls bin ich bei der Lektüre gleich in mehrere Richtungen ins Grübeln gekommen.

Ende der Leseempfehlung, Anfang des Gegrübels, auf einer neuen Seite: 

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Nein Eleven

(Es folgt ein eher unjournalistischer Text) Diejenigen unter Ihnen, die schon vor fünf Jahren so freundlich waren und hier vorbeisahen, wissen es. Allen anderen will ich auch nicht zu lange damit auf den Nerv gehen. Deshalb nur kurz die Vorgeschichte: Vor zehn Jahren lebte und arbeitete ich als freier TV-Korrespondent in Washington, DC. Am 11. … Weiterlesen

Eine Begegnung

Nachtrag zum Tode eines sehr angenehmen Herrn: Ich hatte in jungen Jahren das Glück, einmal Vicco von Bülow zu begegnen. Er war Gast in einer Gesprächssendung des Bayerischen Rundfunks, Marianne Koch war die Interviewerin, ich war der junge Aufnahmeleiter, was nichts anderes bedeutete, als dass ich Getränke servieren, ehrfürchtig im Regieraum sitzen und hinterher die Sendung auf … Weiterlesen