Cardo

Nanu? Gestern standen die Überschriften doch noch in der Georgia-Font hier:

Und jetzt sieht die Sache in den meisten Browsern (angeblich sogar im Internet-Explorer) so aus:

Völlig richtig. Gestern, das war vor der Google I/O und vor dem Augenblick, als dort die Google Font Directory vorgestellt wurde, eine Sammlung von (derzeit) 18 Fonts, die eben nicht auf dem Rechner des Lesers installiert sein müssen, um angezeigt zu werden, sondern als Web Fonts quasi live serviert werden.

For a long time, the web has lagged print and even other electronic media in typographic sophistication. To enjoy the visual richness of diverse fonts, webmasters have resorted to workarounds such as baking text into images. Thanks to browser support for web fonts, this is rapidly changing. Web fonts, enabled by the CSS3 @font-face standard, are hosted in the cloud and sent to browsers as needed.

…heißt es im Google Code Blog, und wahrscheinlich hat jeder, der gestern abend von dieser Neuerung (die sooo neu auch wieder nicht ist, aber hey, jetzt serviert Google Fonts an jeden, der bei „drei!“ nicht auf’m Baum ist!) gehört hat, eine der 18 web fonts auf seine Seiten gepackt. Mindestens eine.

Die jetzt verwendete Font heißt „Cardo“ und steht – wie die anderen von Google angebotenen – unter einer Open-Source-Lizenz. Ich habe mich bemüht, nicht allzu weit von der Standard-Georgia-Überschrift abzuweichen, damit keiner es merkt, wenn ich klammheimlich wieder dahin zurückkehre… Einstweilen gilt als Grund für die Änderung die alte Maxime: weil es geht™.

Update in der Mittagspause: Gerade eben gesehen, dass die Cardo auf einem Windows-PC durchaus nicht so fein aussieht wie in dem oben auf einem Mac gezogenen Screenshot, sondern eher ziemlich angeknabbert. Könnte was mit der unterschiedlichen Art der Kantenglättung zu tun haben. Jedenfalls hat das hier erstmal eine begrenzte Halbwertzeit.

Update: Erstmal zurückgenommen, das. Wir wissen jetzt, dass es geht.