Bye, THF!

Klar. Auch dieses Weblog, oder zumindest sein Autor, nimmt Abschied von THF. Wehmütigen Abschied, obwohl ich zu denen gehöre, denen eigentlich Tegel Ein- und Ausgang Berlins war.

Tempelhof kannte ich vor allem als Militärflughafen, als Sitz der West-Berliner Flugsicherung, wenn es über die etwas zu berichten gab, als Schauplatz der Schlußszene von „One, Two, Three“ – und als Aufnahmeort eines der surrealistischeren Interviews meiner Reporterkarriere, als mir ein Vertreter der Berliner Flughafengesellschaft in der gespenstisch leeren großen Halle die künftige Rolle THFs als Regionalflughafen im Dreieck TXL-SXF-THF beschrieb. Im Jahr 1988, mehr als ein Jahr vor dem Fall der Mauer.

Ich bin nicht oft nach oder von Tempelhof geflogen, vielleicht 15 oder 20 Male. Aber egal, ob ich durch den Haupteingang in die Halle kam und unweigerlich den längst erloschenen Neon-Schriftzug „Restaurant“ sah, oder ob ich von der anderen Seite her unter das mächtige Vordach kam: Tempelhof war, ist einfach anders als alle anderen Flughäfen, die ich kenne, von Domodedowo 2 bis Waco, TX.

Und dann war da natürlich auch der Moment, als ich die Frau, mit der ich heute verheiratet bin, zum ersten Mal am Flughafen abholte… Auch das war in THF.

Wirst mir fehlen, alter Flughafen zwischen gestern und morgen.

Over and out.