bluelectric Street View, Folge 3

Mit Freuden stelle ich fest, dass die Idee der individualisierten Street Views um sich greift (hier ein weiteres Beispiel): Auf dem Weg zum Bäcker habe ich heute kurz vor der Kreuzung Schönhauser Allee/Bornholmer Straße viele Menschen gesehen, die, mit Kameras bewaffnet, nach einem guten Motiv der Kreuzung gesucht haben. Die allermeisten dieser Menschen trugen Polizei-Uniformen; aber sind das deshalb schlechtere Fotografen?

Da wir also damit rechnen können, demnächst ganz viele Street Views von der Bornholmer Straße im Netz wiederzufinden, setze ich die Reihe „bluelectric Street View“ heute stattdessen mit einem Bild aus dem Holländischen Viertel in Potsdam fort.

Das nebenstehende Bild entstand am 27. Dezember 2009 in der Potsdamer Leiblstraße (man beachte die nachweihnachtlich festliche Abendstimmung!) und wird an dieser Stelle unter dem Rechtsgedanken der Panoramafreiheit veröffentlicht.

Und wie immer stelle ich mir jetzt folgende rhetorische Fragen: Gegen welche Gesetze soll ich mit der Veröffentlichung dieser Bilder an dieser Stelle verstoßen haben? Und wessen Interessen habe ich in welcher Form mit dieser Veröffentlichung verletzt? Wer wird mich jetzt daraufhin verklagen? Ich frage ja nur. Weil es mich interessiert.

Selbstverständlich steht auch dieses Photo unter einer CC-Lizenz und darf — den Lizenzbestimmungen gemäß — in Ihren Blogs und Webseiten veröffentlicht werden. Schöner wäre es allerdings, wenn Sie Ihre eigene Street View hochziehen. Jörg K. aus N.(eukölln) schlägt eine Aufteilung nach Kiezen bzw. Revieren vor. Aber dazu bin ich wohl zu selten in meiner eigenen Nachbarschaft unterwegs.