Altphilologenwitze

Warum auch immer es mir an einem Samstagabend einfällt: Den Unterricht im Altgriechischen, speziell das öde Pauken irregulärer Verbformen (Präsens, Futur, Aorist, Aktiv, Passiv, you name it…)  haben wir damals, irgendwann im letzten Jahrtausend (so zwischen 1973 und 1976) durch fremd- bzw. selbstgebastelte Verbformen, äh… aufgelockert.

Eingefallen sind mir ein paar davon wieder, und bevor sie wieder weg sind, schreibe ich sie auf (wird auch eine schöne Übung für die Unicode-Darstellung im Browser und im Feedreader!) – zum Beispiel die regelmäßigen (links) und unregelmäßigen (rechts) Formen von θεωλογίζω, also dem Umgang mit der Theologie (und nochmal: Obacht! Alles erfunden! Nichts davon ist wahr! Und für korrekte Akzente übernehme ich auch keine Garantie!):

θεωλογίζω
καπλανήσω
επεφάρρθην
βεβίσχοφσμαι
πάπα
θεωλογίζομαι
κιππτήσω
εβεουείβθην (korrekt eigtl: εβεουείφθην)
εξκίνδραμαι
ώπαπα

Hamwa gelacht, wa? Und während wir noch kichernd in die leeren Augen derer blicken, die weder Altgriechisch in der Schule noch Neugriechisch im Urlaub gelernt haben (oder die sowas einfach unwitzig finden), gedenken wir kurz des immer noch in München seinen verdienten Ruhestand verlebenden Studiendirektors Hartmut H., dem ich diese Wahnsinnserinnerung verdanke.

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Ganzheitlich? Pfff…

„Du hast nach der OP viel zu schnell wieder angefangen zu arbeiten.“ Wenn einem so gut wie alle (Ehefrau, Tochter, Chefin, die Kollegen, die Ärzte…) diesen oder einen ähnlichen Satz sagen, dann ist es entweder eine Verschwörung, oder sie haben vielleicht Recht. Vielleicht.

Was war geschehen? Dass ich im Sommer zuerst Frank Schrittmacher und dann noch ein paar Herz-Ersatzteile bekommen habe, wissen regelmäßige Leser dieser Seiten. Das ich schon vorher gelegentlich vor Migräneschmerzen in die Tischkante biss oder mir mit krampfartigen Hustenanfällen selbst die Atemluft weghustete, was in dekorativen Ohnmachtsanfällen enden konnte, wissen aus meiner Umgebung auch eine Reihe von Menschen.

Drehschwindel (Symbolbild)

Drehschwindel (Symbolbild)

Seit den Operationen in diesem Sommer sind nun noch weitere Ausfallerscheinungen hinzugekommen: vermehrte Sehstörungen (Migräne?), Schmerzen in rechtem Arm und rechtem Bein (?), kurze, aber heftige  Schwindelanfälle (im Sinne von Karussellfahren, nicht von Die-Unwahrheit-sagen), Schwächeanfälle, Desorientierung (die Oktober-Affäre). Kurz: Aloha! (Das ist hawaiianisch und heißt, according to Phyllis McNamara in dem Film „Eins, zwei, drei“: Mir reichts!) Und weil ich glaub(t)e, dass alles mit allem zusammenhängt, ließ ich mich noch einmal komplett durchchecken…

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Schwarzwald

Es ist nun bald drei Jahre her, dass ich anhub und schrieb:

Daran fühlte ich mich gestern abend erinnert. Aber der Reihe nach…

Ich gebe zu, manchmal einen schlichten Geschmack zu haben. Das ist der Grund, weshalb ich heimlich (nur meine Frau, meine Katze und meine Leser wissen davon) „Hubert und Staller“ (Wikipedia) gucke, auch wenn die Folgen im Bayerischen Fernsehen wiederholt werden. Und meine Grundfaulheit war daran schuld, dass ich dort hängenblieb und zum ersten Mal in meinem verpfuschten Leben Grünwalds Freitagscomedy (Wikipedia) sah.

Oh Gott. Bzw. oha!

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The Trumpel

The Donald und Dennis Rodman

The Donald und Dennis Rodman (Photo: OpenSportsLizenz)

Wenn wir schon mal bei peinlich und unverständlich sind: Nicht nur aus einem Grund wünsche ich mir gelegentlich, wieder in meiner zwischenzeitlichen Wahlheimat, den US of A, leben und arbeiten zu können. Dass aber ausgerechnet Donald John Trump (l.), Immobilienunternehmer, selbsternannter Multi-Milliardär (das Ausmaß des Reichtums ist umstritten) und seit inzwischen schon peinlich und unverständlich langer Zeit ernstgenommener Kandidat für die republikanische Präsidentschaftskandidatur mein Interesse weckt…

Um es klarzustellen: Trump liegt in den Umfragen vor den ersten Vorwahlen der Republikaner vorn. In diesen Vorwahlen bestimmen die großen Parteien in den USA, wen sie für ihren geeigneten Kandidaten für die Wahl zum Präsidenten halten. Trump hat noch keine einzige Vorwahl gewonnen – was vielleicht der Grund ist, warum die Kandidatur des Trump in europäischen Medien noch keine große Rolle spielt. Aber eben: In den Umfragen unter möglichen republikanischen Wählern liegt The Donald schon beängstigend lange vorne.

Beängstigt sind derzeit vor allem – Republikaner. Also solche der alten Schule, keine Tea Party-Anhänger, keine Sarah Palin, kein Ted Cruz. Diese Republikaner der alten Schule haben ernsthaft Angst, dass der ebenso neureiche wie geschmacksbefreite Bauunternehmer ihre Grand Old Party in einen Abgrund von Vernageltheit, Ahnungslosígkeit, Inkompetenz und Geschmacklosigkeit reißt – so sehr, dass sie sich Gedanken machen, was zu tun sei, wenn Trump tatsächlich ihr Kandidat wird (Lösung: Trump übertrumpen, ohne ihn einzuholen – auch nicht die durchdachteste Strategie, aber Zeichen großer Panik)

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