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Hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen

Wer viel fragt, bekommt viel Antwort – wobei „viel“ in diesem Fall der Zahl 2 (oder zweieinhalb) entspricht. Habe ich doch drüben auf Facebook (ja, die Seite kann man liken!) angedeutet, dass ich im Besitz des Backups der letzten Inkarnation dieser Seiten bin (ja, ich habe auch gestaunt!). Und dann habe ich gefragt, ob ich denn aus diesem 2017-zentrierten Blog vielleicht eins über die letzten vier Jahre machen soll.

Das habe ich nun davon. Zwei haben kommentiert und „Ja“ gesagt, einer hat die Sache geliket, und der Druck wächst ins Unermessliche.

Never change…

Die Sache ist nämlich die: Auch wenn ich in der Vergangenheit meine Fähigkeiten im Umgang mit Datenbanken und WordPress-Installationen bewiesen habe, war ich Anfang dieses Jahres ein wenig faul. Ich re-startete diese Seiten auf einem Account der Fa. 1&1, die sich für mich um die Installation und den Betrieb von WordPress zu kümmern versprach. Nur die Ausstattung mit Plugins, Theme und Inhalt sollte ich übernehmen.

Das klappte auch meistens ganz gut – bis jetzt. Denn das Backup von 2013-2017 habe ich als Dump einer MySQL-Datenbank. Bei einem selbst aufgesetzten WordPress-Account hätte ich nun die Möglichkeit, die Datenbank über eine Weboberfläche wie PHPMyAdmin anzusteuern und die ganzen alten Daten dort hineinzuschaufeln. Dann noch die alten Bilder in der alten Ordnerstruktur mit FTP auf den Server, und der Laden hätte sich.

Hätte sich, im Konjunktiv, genauer: im Irrealis. Denn während der Teil mit dem Bilderupload mit dem 1&1-Account kein Problem ist, passt 1&1 auf, dass ich mit meinen ungewaschenen Fingern nicht an die Datenbank komme. Sie ist da, klar, sonst wäre hier nichts zu lesen. Aus der Config-Datei kann ich sogar herauslesen, wie sie heisst, nicht aber, wie ich von außen, also ohne WordPress, darauf zugreifen könnte.

Ein kurzes „Nö!“

Nun bietet 1&1 selbst für Geizkrägen wie mich Telefonsupport an. Und überraschenderweise verstand der Mensch, den ich nach einer Viertelstunde am Telefon hatte, sofort, was ich wollte. Er versuchte mir zwar zunächst weiszumachen, dass ich die Datenbank über den Webexplorer finden würde (also eine webbasierte FTP-Maschine). Nachdem ich ihm aber mitteilte, dass er mich doch bitte nicht verarschen solle mit dem Vorschlag, eine neue Datenbank anzulegen, nicht wirklich hilfreich sei, und ihn geradeheraus fragte, ob es bei dieser Art von Account einen Direktzugriff auf die WP-Datenbank gäbe, antwortete er ebenso geradeheraus: „Nö.“

Zwei Möglichkeiten

Nun habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder sage ich 1&1 mal wieder Adieu und packe altes Blog und neues Blog zusammen in eine neue WordPress-Installation an einem anderen Ort. Oder ich halte mich zum ersten Mal in diesem Leben an das Wort, das da geschrieben steht:

„Never change a running system.“

Denn ganz grundsätzlich ist ja alles in Ordnung hier.

Sollte ich also das rennende System nicht ändern, müsste ich wie folgt vorgehen: Da ich den Datenbank-Dump dank 1&1 nicht ins laufende Blog bekomme (vielleicht auch ganz gut so…), muss ich ihn in eine Form bringen, die WordPress kennt und – da es im Gegensatz zu mir auf die Datenbank zugreifen darf – importieren kann.

Werde ich also in den langen Winternächten freien Stunden der nächsten Tage tatsächlich eine lokale WordPress-Installation auf einem meiner Heimrechner aufbauen und ihr – dort darf ich ja alles – die Datenbank zum Fraße vorwerfen. Wenn dann alles in Ordnung ist, exportiere ich mit WordPress-Bordmitteln alle alten Beiträge und Kommentare im WP-Format und importiere sie, ebenso mit WordPress-Bordmitteln, hier. What could possibly go wrong?

Vorteil dieser Herangehensweise: Ich hätte dann wieder ein WordPress am Laufen, mit dem ich auch andere unsaubere Dinge ausprobieren kann, ohne die vom Web aus sichtbaren Seiten zu gefährden. Nachteil dieser Herangehensweise: Vielleicht klappt es alles nicht. Ich werde aus der Bastelstube berichten.

5 Kommentare

    • Erster Schritt: LAMP (Linux-Apache-MySQL-PHP) auf der ollen Linuxbüchse installiert und problemfrei zum Laufen gebracht. Weil ich morgen früh raus muss, ist für heute Schicht. Ab übermorgen geht es wahrscheinlich weiter.

  1. Not being on Facebook, I’ve missed that particular poll.
    But here I’ve missed being able to consult your archives. Frequently, I might add.
    IMHO there was a wealth of knowledge there with regard to some of your (tech) interests and passions.
    Email encryption comes to mind, reviews of email hosters offering such etc

    While I understand your step towards an easy blogging solution at this point in your life,
    I was taken aback by a hosted WP solution. As you’ve illustrated above, your data are no longer yours.
    But in the end, it’s your decision.

    I don’t need a seamless integration of old and new, but I’d love access, being able to search your old stuff.

    • Peter,

      as long as I’ve been using WordPress, it always has been on hosted webspace, be it a virtual server or just shared webspace. Actually, the previous version was hosted on a „Managed WP“ account like the current one, but with a different company (Strato). Their „Managed WP“ is basically a script-installed WordPress installation plus the service of updating WordPress automatically whenever there is a new version. Everything else, including access to the engines behind the screen, was open like on a self-installed WordPress.

      Unfortunately, 1&1 is taking a different approach – thus saving themselves countless support requests from people who shot their own database. It’s just that I noticed all the restrictions a bit late…

  2. Pingback: Neues aus der Wordpress-Bastelstube | Konstantin Klein 2017