Bahn, ey!

60 Minuten Verspätung

Die Sache ist nämlich so: Wenn der Mensch beim Basteln von Dienst- und Terminplan nicht aufgepasst hat und auf einen Spätdienst (23:30) ein Workshop (10:30) im 600km entfernten Bonn folgt, dann fährt er gerne mit dem Nachtzug, um wenigstens sechs Stunden Schlaf zu bekommen, statt zu nachtschlafender Zeit zum Flughafen zu müssen.

Das haut aber natürlich nur hin, wenn der Nachtzug auch halbwegs pünktlich ist. 60 70 Minuten Verspätung bedeuten im Zweifelsfall aber nur 70 Minuten weniger Schlaf, da Nachtzüge fahrplanmäßig zum Trödeln neigen und 70 Minuten Verspätung nahezu mühelos einholen.

Nicht gut, Bahn, gar nicht gut. Und es interessiert auch nicht, dass der Grund „Verspätung aus vorheriger Fahrt“ ist, da könnt ihr euch noch so sehr für „any inconvenience“ entschuldigen.

Es spricht dagegen für eine gewisse Lebensnähe moderner Informationstechnik, dass mein Androide aus Uhrzeit und Aufenthaltsort so seine Schlüsse zieht und nach dem Eintippen von „any“ ebenso automatisch wie zuvorkommend „inconvenience“ anbietet. Braver Androide, böse Bahn!

1 Gedanke zu „Bahn, ey!“

  1. Ich glaube das ist Standard. Ich habe bislang zweimal den Nachtzug von Berlin nach Freiburg genommen und der hatte beide Male eine Stunde Verspätung. Mit der exakt von dir beschriebenen Konsequenz für meine Nachtruhe.

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