Aus der Werkstatt

(Und noch so’n Bericht aus dem Alltag eines EDV-Benutzers, der – von Schadenfreude, wahlweise Mitgefühl mal abgesehen – beim Leser nichts bewirken wird…)

Den Stammlesern dieses Weblogs ist es nichts Neues mehr: Mein Freund der Mac ist tot. Der in Frage stehende Freund ist ein Mac Mini Bj 2007, der in den letzten drei Jahren recht klaglos hier weggeschafft hat, was an Daten wegzuschaffen war. Vor einigen Monaten bekam er einen Kollegen aus der Nettop-Klasse an die Seite gestellt – vielleicht war es das, was ihn hat einschnappen lassen – jedenfalls: Kurz nach dem Ende einer Serie von Blogpostings darüber, wie man eine funktionierende Mac-Umgebung mit mehr oder weniger freier Software auf Linux-Basis nachbauen könnte, sagte mir der Mac „Dann bau doch, pah!“ und stellte von jetzt auf gleich die Arbeit komplett ein.

Zum Teil war es Prokrastination, zum Teil Urlaubsreife bzw. Urlaub – jedenfalls habe ich den Mac jetzt erst in die Klinik gebracht und heute erfahren, was die Wiederbelebung kosten würde.

Rund € 450. Für einen drei Jahre alten Rechner.

Dafür bekommt man einen neuen PC der Arbeiterklasse und kann sich mit Linux-Software für wenig bis gar kein Geld eine komplett neue Arbeitsumgebung erschaffen. Wenn man es will. Für € 450 bekommt man aber auch schon mehr als die Hälfte eines neuen Mac Mini in der Basisausstattung (die aber schon doppelt so viel Festplattenplatz wie und rund 25% mehr Rechenleistung als der teure Verblichene mitbringt).

Hm. Wenn es aber ein neuer Mac sein soll, dann werde ich mich doch nicht mit der Basisausstattung begnügen – vielleicht sogar nicht einmal mit dem Mini; vielleicht sollte es dann doch ein iMac sein. Für den habe ich in der Nach-Urlaubs-Geiz-Phase aber kein Geld übrig.

Na toll. Geiz, Lust auf einen schärferen Rechenknecht und Unentschlossenheit sind also jetzt daran schuld, dass ich die (zum Glück unbeschädigte) Festplatte des Mini auslesen und meine Datenschaufelei bis auf weiteres auf einer eher mittelspannenden Ubuntu-Kiste betreiben werde.

Oder was würden Sie denn so tun in dieser Lage?