Aus der Branche (schwer redigiert)

„journalist“ (nur echt in der modischen Kleinschreibung™) ist das KäseVerbandsblatt der im Deutschen Journalistenverband organisierten Journalisten. Obwohl ich schon vor fast zwei Jahren den Berliner Laden Landesverband dieser Organisation unter Absingen schmutziger Lieder Protest verlassen und auf diese Tatsache auch an zuständiger Stelle schon mehrfach hingewiesen habe, bekomme ich oben erwähntes Blatt immer noch und lese – old habits die hard – auch weiterhin den Karrieretratsch, der dort unter der Überschrift „Nachrichten“ verbreitet wird.

Und da wird’s interessant. Denn dort steht im September nicht nur, dass Ur- und Arrogant-Blogger Peter Praschl (von dem ich auch schon lange nichts mehr gehört habe) vom Frauenmagazin „Amica“ zum Männermagazin „Matador“ wechselt, sondern auch, dass der Ex-Chefredakteur der Titanic Martin Sonneborn künftig „eine neue Satireredaktion von Spiegel Online“ leitet.

Und da tun sich Abgründe aber auch gleich so viele Fragen auf, dass ich mich vor dem Sinn des Schicksals für Ironie nur noch in Erfurt vergeigen Ehrfurcht verneigen kann.