Appetithappen

Hallo Welt,

Blogging wie in alten Tagen: schnelle, informelle Berichterstattung von irgendwo auf der Welt. „Irgendwo auf der Welt“ steht im konkreten Fall für eine ARD-ZDF-Konferenz in Hamburg, über die ich hier gar nichts schreiben darf, weil intern, teuer, und ich habe keine Senderechte.

Was mich dennoch zum Schreiben bringt: Gerade erzählen Ariane Reimers (ARD) und Stefan Pauli (ZDF) von der Arbeit eines Fernseh-Krisenreporters. Das ist ein Leben voller Selbstausbeutung, Improvisation und Flexibilität bis zum Bruch, und gerade ich als einer, der sowas im abgeschwächten Maße auch schon gemacht hat, ziehe hier alle mir zur Verfügung stehenden Hüte vor den Kollegen, die einen solchen Job machen.

Mit Kamera und MacBook macht ein Krisenreporter heute das, wofür früher Viel-Mann-Teams unabdingbar waren. Leidet die Qualität darunter? Möglicherweise, aber das ist die Herausforderung, der sich diese neue Art von Journalisten stellen – zusätzlich zu den dann doch 120 kg an Equipment, das beispielsweise Frau Reimers auf den Himalaya mitgeschleppt (und gebraucht!) hat, um alle Eventualitäten wie Festplattencrashes in großer Höhe abzudecken.

Ja, ein bißchen Sehnsucht nach dem Leben als Reporter habe ich schon.