Abt. Weil es geht…

Wochenend, kein Sonnenschein (nicht in Berlin, so, wie es aussieht), nach wie vor erkältungsbedingt stimmlos – was macht der Mensch?

Richtig, er spielt rum.

texty for Chrome

Currently in private beta, was sich aber exklusiver anhört, als es ist (ich hatte meine Einladung nach gerade mal zwei Stunden): texty, eine Android-App/Chrome-Erweiterungs-Kombi, die es möglich macht, SuMSe auch auf dem Rechner (genauer: im Browser, sofern der von Google ist) zu lesen und zu schreiben.

Warum? Siehe Überschrift.

Für heavy SuMSer mag das tatsächlich von Vorteil sein, aber gerade die dürften sich an Bildschirmtastaturen und T9 (gibt’s das denn überhaupt noch?) am besten adaptiert haben und die Unterstützung einer plain old Tastatur am wenigsten brauchen.

Funktionsweise von’s Janze: Die Android-App hält über das Netz (nicht über das heimische WLAN, sondern das richtige echte Internetz!) Verbindung mit der Erweiterung des heimischen Chrome-Browsers; über welche Server das läuft, und was dabei an Daten übertragen wird, bleibt dabei vorerst das kleine Geheimnis der Entwickler (weshalb ich texty nicht dauerhaft nutzen werde, bevor die Webseite da etwas deutlicher wird).

Sobald eine SMS auf dem Telefon eintrifft, meldet sich die Chrome-Extension mit der Darstellung der SMS. Umgekehrt kann man aus dem Browser eine neue SMS an das Telefon schicken, das die dann auf dem herkömmlichen Weg verschickt. In der Browser-Oberfläche (s.o.) werden die SMS-Unterhaltungen nach SMS-Partner sortiert und über Tabs erreichbar aufgelistet.

So richtig funktioniert das alles noch nicht:

NaN

Das hier abgebildete Beispiel zeigt, dass die ankommende SMS mit einem ungültigen Zeitstempel versehen wurde und deshalb fälschlich hinter der um 18:35 abgeschickten einsortiert wurde. Auch bekommt die Extension nicht immer mit, wenn eine SMS erfolgreich verschickt wurde. Ist eben alles noch Beta.

Aber: es geht™.

Update, einen Tag später: Es geht, aber nicht besonders gut. Die Rückmeldungen über den erfolgreichen Versand von SMSen kommen selten, und die unbrauchbaren Timestamps sind ebenfalls nicht nur Einzelfälle, was die Timeline einer SMS-Unterhaltung komplett durcheinander schmeißt. Fazit: In mehr als einer Hinsicht noch nicht marktreif.

Das mit dem Sonnenschein in Berlin scheint dagegen doch zu klappen.