Absolutely Nothing!

Hilfe! Und wir dachten, die Zeiten wären endgültig vorbei, zu denen Browsermacher noch glaubten, es ginge um die Vorherrschaft auf dem Desktop. Niemand hatte das noch geglaubt – mit der (berechtigten) Ausnahme von Microsoft. Selbst die Freunde von Netscape mussten zugeben, dass sie den Browser War verloren hatten, liessen sich von AOL aufkaufen und müssen sich jetzt Kritik gefallen lassen, sie hätten Netscape 6 zu früh auf die Menschheit losgelassen (was ich ja nicht glaube, aber vielleicht habe ich ja auch nur Glück, dass NS6 einwandfrei auf meinem PC läuft).

Alles hätte also friedlich sein können in Gallien – wenn nicht ein kleines Dorf voller unerschrockener Norweger wieder Unruhe ins Spiel gebracht hätte.

Norweger? Norweger.

Denn Opera 5.0 ist da. Die Macher des „Rebellenbrowsers“ hat endlich erkannt, warum er nicht über anderthalb Millionen User hinausgekommen war, und verschenken ihn jetzt endlich (wenn man von einem Werbebanner absieht, mit dem die Opera-Sänger doch noch Geld verdienen wollen).

Und jetzt haben wir einen dritten schnellen, standardgerechten Browser, und Opera erwartet tatsächlich allen Ernstes, dass der Browserkrieg wieder von vorne anfängt.

Die Titelzeile stammt übrigens aus dem Edwin-Starr-Klassiker „War! (What Is It Good For?)“.