Aber hoppla!

Der Drachen ist aufgewacht

Also sowas. Da verkündet einer (= ich) eine Denkpause, lässt diese Seiten im Dämmerschlaf zurück und denkt über andere Dinge nach - und plötzlich sieht die Seite anders aus. Nawattnu?

Von der Denkpause bin ich nicht schon wieder abgerückt - das wäre ja auch wirklich albern, und für alberne Entschlüsse bin ich ja wirklich nicht... äh, also... 

Was mich aber wirklich beschäftigt hat, war der Umstand, dass hier Seiten im Netz sind, die - obwohl sich hier so gar nichts tut - bei jedem Aufruf dynamisch erzeugt werden, von einem CMS, das aus diesem und jenem Grund ständig gepflegt werden muss. Eigentlich ein unnötiger Aufwand und ein dito Sicherheitsrisiko.

Statische Seiten!

Deshalb gucken Sie - nach gerade mal drei Monaten WordPress-Betrieb - an dieser Stelle wieder auf statische Seiten. Yes, jawohl, indeed & so.

Erzeugt werden sie diesmal aber nicht von Hugo, das bei aller Technikaffinität meinerseits doch a pain in the ass ist, sondern von Publii, so etwas wie dem jüngeren Cousin von Hugo. Publii erfordert kein Kommandozeilengefrickel, sondern ist (für Mac, Windows und Linux, no less!) eine fertige (Electron-) Anwendung, in der sich sehr viele Einstellungen mit der Maus zusammenklicken lassen, die dann die fertige Seite ausschreibt und dabei bei dieser doch noch überschaubaren Seite nur unwesentlich länger braucht als Hugo - und die diese Seite dann auch noch selbst veröffentlicht: auf Github & Co, aber auch per FTP und SFTP.

Import...

Was mich besonders freut: Publii hat die WordPress-Version dieser Seiten (Sie erinnern sich...?) incl. der Bilder anstandslos importiert. Beim zweiten Versuch, aber immerhin. Was dabei nicht mitgekommen ist, sind die Kommentare aus drei Monaten WordPress. Die werde ich entweder manuell nachtragen in den nächsten Tagen. Oder auch nicht. Gleiches gilt möglicherweise auch für das eine oder andere Bild, und die eingebetteten Mastodon-Inhalte stehen plötzlich nur noch als Textlinks da und wollen manuell nachgetragen werden. 

Schreiben kann man in Publii entweder mit einem WYSIWYG-Editor, mit einem Gutenberg-ähnlichen Blockeditor - oder (hurra!) in Markdown. Gespeichert wird das alles leider nicht in Textdateien, sondern in einer SQLite-Datenbank.

...und ein böses Foul

Den Export der Daten macht Publii nahezu unmöglich. Zwar gibt es eine Möglichkeit, Backups zu ziehen und auch in einer anderen Publii-Installation weiter zu verwenden. In Publii-Foren heißt es aber, eine echte Exportfunktion sei nicht vorgesehen - und die User überschlagen sich mit Tipps, wie man eben doch einen Export hinbekommt. Letztendlich läuft aber jeder Vorschlag darauf hinaus, die von Publii erzeugten HTML-Dateien mit diesem oder jenem Tool auszulesen und die Inhalte in diesem oder jenem Format zu speichern.

Das spricht aus meiner Sicht leider gegen den Einsatz von Publii - und trotzdem mache ich es, um schnell eine statische Kopie meiner Seiten hinzukriegen. Für alles andere habe ich ja noch die Dateien aus Hugo-Zeiten bzw. den WordPress-Export für die drei Monate seither.