Ey, Facebook!

Lese ich mich doch, nichts Böses ahnend, durch die abendliche Ladung Feeds, und stoße auf diesen Artikel bei Forbes: “Facebook’s Lame Attempt To Force Its Email Service On You“. Inhalt in etwa: Facebook ändert heimlich die angegebene Kontakt-Mailadresse seiner Mitglieder auf die von Facebook angebotene und so ungefähr von niemand genutzte Mailadresse @facebook.com.

Ich denke noch: Wassen Blödsinn. Schließlich habe ich erst heute nachmittag meine Default-Mailadresse im Nutzerprofil auf  meinen neuen Provider aktualisiert. Nix konstantinklein at facebook.com. Aber ich gucke nach, und was tut das Schicksal bzw. Facebook? Tatsächlich: Facebook gibt die ungewollte Facebook-Mailadresse als Hauptkontakt an.

Oder, wie Gervase Markham es beschreibt (Link via Forbes – siehe oben):

In other words, Facebook silently inserted themselves into the path of formerly-direct unencrypted communications from people who want to email me. In other contexts, this is known as a Man In The Middle (MITM) attack.

Dreist. Sehr dreist.

Update: Natürlich lässt sich das auch rückgängig machen – auf der Profil- bzw. Timeline-Seite auf “Info” klicken und entsprechenden Absatz bearbeiten. Hätte gedacht, dass das jedem klar ist; aufgeregte Diskussionen bei Facebook deuten auf das Gegenteil hin. Eine genauere Anleitung gibt es hier bei Techcrunch.

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flattr this!

Autor: Konstantin Klein

Journalist, net citizen. Survived life, so far. That's about it.