Statisch, mal wieder

Für mitlesende Dauergäste ist es inzwischen ein running gag: icke und die Suche nach einem brauchbaren Tool, um eine dynamische Blogmaschine wie das hier verwendete WordPress durch eine zu ersetzen, die statische Seiten ausschreibt und damit evtl. auch sicherer zu betreiben ist. Meine ersten Gehversuche in dieser Richtung mit Octopress habe ich hier beschrieben; jetzt – Achtungachtung – gibt es einen zweiten Versuch, ebenfalls mit statischen Blogseiten, ebenfalls bei Github gehostet.

Das Mittel der Wahl heißt diesmal HubPress und war mir bis vorgestern gänzlich unbekannt. Jetzt lerne ich es langsam kennen, merke schnell, dass es noch nicht produktionsreif ist (was aber auch niemand behauptet hat – HubPress ist noch sehr jung) und dokumentiere jetzt und in den nächsten Wochen unter der angegebenen Adresse meine ersten Erfahrungen damit.

Im Gegenzug habe ich in den letzten Tagen gemerkt, dass es auch Vorteile hat, ein altes Schlachtross wie WordPress einzusetzen; mit jeder der inzwischen getesteten Lösungen wäre es mir schwer gefallen, von der re:publica so zu berichten, wie ich es getan habe.

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re: state of the re:publica

Dritter Tag der re:publica 2015. Wie immer, der Tag für die Spezialthemen, fürs Bunte, (Update: fürs Anspruchsvolle, siehe weiter unten), für alle die, die nur zwei Tage für die re:publica frei machen (können) und sich den Dritten Tag verkneifen.

Ruhige Minuten auf der re:publica

Ruhige Minuten auf der re:publica

Das bedeutet keinesfalls, dass die Themen des Dritten Tages weniger wichtig sind. Aber gegen den Keynote-Lieferer Ethan Zuckerman (Video), gegen die offenbar stellare (hö, hö) performance von Alexander Gerst (ein Astronaut! Ein echter Astronaut!! Habe ich leider nicht gesehen wg. Medien-Fachdiskussion) (die ich mir hätte sparen können) (Video) oder auch gegen Pflichtveranstaltungen wie den Vortrag von Cory Doctorow (Video), vor allem gegen den Promi-Wert solcher Veranstaltungen kommen die Themen des Dritten Tages eben nicht so an. Weshalb ich am Dritten Tag zur Abwechslung nicht von einem Termin zum anderen wetze.

Parkplatz!

Parkplatz!

Sondern auch mal Zeit zum Nachdenken (und für diesen Text) habe. Nach drei re:publicae, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen ausgelassen habe, bin ich diesmal also auf einem Kongress für Gegenwart und Zukunft in Politik, Technik und Gesellschaft (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) gelandet. Habe was gelernt (siehe auch die vorhergehenden Beiträge), fand die Veranstaltungen zu den Medienthemen nur bedingt hilfreich – vor allem in der Hinsicht, dass ich wenig Neues erfahren habe, was mir sagt, dass ich in Sachen Medienentwicklung doch so einigermaßen auf dem Stand der Dinge bin – und finde mich immer wieder in den Reihen vor STG-01, der größten Bühne, wieder. Bin ich doch soo mainstream?

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re:publica: Unter der Hochbahn

Der Hof der STATION Berlin

Der Hof der STATION Berlin

re:publica-Besucher hatten in den Jahren, in denen die re:publica schon in der STATION Berlin zuhause ist, genug Gelegenheit, sich daran zu gewöhnen, dass alle paar Minuten ein Zug der U-Bahnlinie 12 (früher und in Zukunft wieder: U1) über ihre Köpfe dröhnt. Die wenigsten werden wissen, dass genau an dem Ort, an dem sie heute von den rp-Sitzungen verschnaufen, das größte Unglück in der Geschichte der Berliner U-Bahn stattgefunden hatte.

Hochbahnunglück am Gleisdreieck

Hochbahnunglück am Gleisdreieck (Quelle: Wikipedia – gemeinfrei)

Dort, wo heute der U-Bahnhof Gleisdreieck liegt, war ursprünglich ein tatsächliches Gleisdreieck zwischen den Hochbahnlinien Richtung Kreuzberg, Potsdamer Platz und Charlottenburg. Am 26. September 1908 übersah ein U-Bahn-Fahrer ein Signal und fuhr einem anderen Zug in die Seite; ein Triebwagen entgleiste und stürzte in den Hof, der heute zur STATION Berlin gehört. 17 Menschen kamen dabei ums Leben, 18 wurden schwer verletzt.

In der Folge wurde das Gleisdreieck zu einem Kreuzungsbahnhof umgebaut, und seit den 90er Jahren gibt es auch keine Gleisverbindung zwischen den kreuzenden Linien mehr.

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re:blog

Am Abend des ersten Tages der re:publica 15 eingeladen zu einem Treffen mit Steinzeit-Bloggern, also mit solchen, die schon Anfang des Jahrtausends das Internet vollschrieben und sich regelmäßig und heftig gegen den Verdacht zu wehren hatten, sie schrieben ein „Internet-Tagebuch“. Unter den Anwesenden (aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der Nostalgie hier unter dem Namen des Blogs anstelle des Klarnamens) Le Sofa Blogger, Heimchen, ronsens, Eier, Erbsen, Schleim und Zeugs und yours truly, WorldWideKlein.

Was soll ich sagen? Aus allen ist etwas geworden, nur die wenigsten gingen zur rp15, und kaum einer bloggt noch.

Ich bin früh gegangen – man ist ja nicht mehr der Jüngste – und habe lang wachgelegen. Mache ich das nur noch, weil ich vergessen habe, wie Nicht-Bloggen geht? Haben die anderen ein erfüllteres Leben außerhalb des Blogs (kaum vorstellbar)?

Egal. Weiter im Blog.

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