Vivaldi, fast vi Opera

Einer extrem unwissenschaftlichen Untersuchung (= einmal hingeguckt) musste ich entnehmen, dass unter meinen sog. Facebook-Freunden mein Hinweis auf das Erscheinen des Vivaldi-Browsers mehr Reaktionen hervorgerufen hat als das letzte Katzenbild, das ich der Facebook-Öffentlichkeit geschenkt habe. Nun bin ich einerseits froh, dass der Kater souverän genug ist, so zu tun, als hätte er nichts bemerkt (oder einfach nicht lesen kann); andererseits bin ich der Gemeinde wohl tatsächlich einige Worte zu meinen ersten Tagen mit Vivaldi schuldig.

Vivaldi und das Haltsignal

Vivaldi und das Haltsignal

Seit vier Tagen also residiert die frisch angekündigte Browseralternative in der Tradition (und aus der Werkstatt der Macher) des ehrwürdigen Norwegerbrowsers Opera auf meinem heimischen Rechner. Und weil Wochenende ist, habe ich ein wenig mit Vivaldi gespielt – ein wenig, weil Vivaldi nun nicht die Offenbarung einer völlig neuen Browse-Erfahrung ist. Das wäre auch zuviel erwartet, denn Vivaldi beruht (wie auch der aktuelle Opera-Browser) auf der aktuellen Version von Google Chrome bzw. der Open-Source-Variante Chromium. Darüber hinaus ist der verfügbare Vivaldi als “Tech Preview” gebrandmarkt gelabelt, was in meinem Verständnis  soviel wie “nicht einmal Beta” bedeutet.

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Opera reloaded

Mitleser aus alten Zeiten (aus ganz alten Zeiten, so etwa 2001/2002) werden sich erinnern, dass ich lange ein Fan des handgestrickten Norwegerbrowsers war. Ich war Opera-Nutzer, weil Netscape auf dem Weg zu Firefox noch eine lange Strecke vor sich hatte, weil es Chrome noch nicht gab, und weil Internet Explorer.

Dann kam Firefox, dann kam Chrome, und irgendwo im Hintergrund, von der breiten Öffentlichkeit unbeachtet, wechselte Opera zunächst seinen Chef und dann die Richtung und wurde zu yet another Chrome clone – den es noch dazu für mein Lieblingsbetriebssystem skandalös lange nicht gab.

Dann kamen vor etwa einem Jahr rästelhafte Neuigkeiten aus Island, wohin sich Opera-Mitgründer Jon von Tetzchner mit einigen Getreuen schmollend verzogen hatten. Und heute erfahre ich:

Vivaldi - A new browser for our friends

Vivaldi – A new browser for our friends

Vivaldi, der Browser ist da. A new browser for our friends, also vermutlich für die Freunde des alten Norwegerbrowsers, gestrickt von Jon von Tetzchner & Community, noch ohne all die Extras, die Opera seinerzeit zu mehr als einem innovativen Browser gemacht haben (erinnert sich noch jemand dran, wer das tabbed browsing zuerst unter die Massen gebracht hatte? Richtig: Opera), aber schon jetzt für OSX, Linux und Windows. Und wenn ich nicht jetzt zu einer Spätschicht in der Redaktion müsste, wäre ich wahrscheinlich schon eifrig am testen. In der Zwischenzeit (vermutlich bis zum Wochenende) bitte ich noch um etwas Geduld.

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Neues in der Mailtabelle

Fürs Protokoll: Die Mailtabelle für alle, die auf der Suche nach dem perfekten Anbieter sind, ist erweitert, ergänzt und korrigiert. Neu hinzugekommen ist von den Kandidaten des Neuen Jahres Unseen aus Island, einer der Anbieter, die private Schlüssel für den Nutzer speichern wollen, was man mögen muss, um es zu mögen. Bei zwei Anbietern hat sich die Sicherheit bei der Übertragung verbessert, und für FastMail-Fans, die lieber gratis mailen, bietet Telenor aus Oslo jetzt unter dem Namen mailr.me eine abgespeckte, dafür kostenfreie Version von FastMail. Die Infrastruktur ist aber die selbe (also kein Server in Oslo), und man muss die Farbe Grün schon sehr mögen, um die Weboberfläche auszuhalten.

That’s all for now.

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Peerio: Sorry!

Was bisher geschah: There’s a new kid on the crypto block, und ich muss es natürlich ausprobieren. Peerio.com bietet Verschlüsselung für Mail (-ähnliche Nachrichten), IM und Dateien. Leider hat Peerio den Upload meiner Kontaktliste dazu genutzt, jede/n, aber auch wirklich jede/n mit Einladungen zuzuspammen, ohne mich zu fragen oder zu warnen. Was ich in einer Mail an Peerio überhaupt nicht toll fand:

I […] uploaded my contact list to my account, expecting to be asked which of my contacts I wanted to be invited to Peerio; this is a behaviour I got used to from networks like LinkedIn and others.

Instead, by uploading the list I was astonished to learn that Peerio already has sent out invitations to all people on my list, including a lot who are not the least interested in services like yours. I consider this behavior unacceptable.

Was daraufhin geschah: Peerio ging in sich und schrieb mir, aus dem Keyboard von Vincent Drouin:

First, let me apologize for the problem that you experienced today with importing contacts in Peerio. I take full responsibility, as an oversight of this sort is unacceptable and this feature was clearly not ready for our public beta release.
I agree with you one-hundred percent, a contact import should notify the user if e-mails will be sent and present a checklist of contacts to be imported.
The event that happened to you today goes exactly against our philosophy, since what we want is to provide privacy between our users. We have decided to disable this feature until it has been properly developed to ensure users understand and can verify exactly what the task performs, including selecting recipients individually.

Womit die Sache für mich – und hoffentlich für alle, deren Daten für die Spamwelle vom Mittwoch missbraucht wurden – erledigt ist. Und ich mir das mit dem gelöschten Account und dem abgesagten Test noch einmal überlege.

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